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Klaus Steegmüller

Naturschutzgebiet Wutachschlucht

Der„Grand Canyon des Schwarzwaldes“ ist geologisch noch sehr jung. Während der Würmeiszeit vor ca. 20.000 Jahren wurde die damalige Feldbergdonau in Richtung Hochrhein abgelenkt und das Flussbett der Wutach entstand. Das hohe Gefälle des neuen Flusses zwischen Titisee-Neustadt und dem Hochrhein verursachte eine gewaltige Tiefenerosion. Die Wutach grub sich in der Folge bis zu einer Tiefe von 170 m in den Untergrund ein. Erst mit dem Beginn der heutigen Warmzeit wurde die Tiefenerosion stark verlangsamt. Heute überwiegt die seitliche Erosion welche die Böschungen des Schluchteinschnittes beständig abflacht.

Die Wutachschlucht durchschneidet vom Grundgebirge bis zum Jura alle für Süddeutschland typischen Gesteinsschichten und hat damit ein interessantes geologisches Fenster geöffnet. Ihre Urlandschaft beheimatet eine überaus große Fülle an seltenen Pflanzen und Tieren und bietet dem Naturfotografen zahlreiche Motive.

   
   
   

© Klaus Steegmüller