zurück

 

 
Joachim Wimmer

Biene Maja & Co.

   

Bienen und Wespen werden unter dem Begriff „aculeate Hymenopteren“ zusammengefasst. Die prominentesten Vertreter aus dieser Gruppe der Hautflügler, nämlich Hornissen, Hummeln und Honigbienen sind allesamt staatenbildend und somit eigentlich ziemlich untypisch. Denn die überwiegende Mehrzahl der etwa 1150 in Deutschland vorkommenden Wespen- und Bienenarten sind Einzelgänger mit vielfältigen Nistweisen. Teilweise werden Gänge gegraben, manchmal Käferbohrlöcher bezogen und gelegentlich in leeren Schneckenhäusern genistet. Während Bienen ihren Nachwuchs mit Pollen versorgen, verproviantieren Wespen ihre Larven mit tierischer Nahrung.

Bild 1 zeigt eine Sandbiene der Gattung Andrena, die gerade an Raps Pollen sammelt. Dieser wird an die Oberschenkel des hinteren Beinpaars geheftet und so zum Nistplatz transportiert. Der Bienenwolf Philanthus coronatus (Bild 2) hingegen macht Jagd auf kleine Wildbienen. Er ist in Deutschland vom Aussterben bedroht und kommt nur am Kaiserstuhl vor. An Spinnenphobie leidende Mitmenschen werden es gerne sehen, dass Wegwespen wie Anoplius viaticus (Bild 3) sich auf die Achtbeiner als Beute spezialisiert haben. Die schwierig zu bestimmenden Töpferwespen der Gattung Eumenes (Bild 4 und 5) heften kleine kugelförmige Lehmnester an Pflanzenstängel oder ähnliches. Einige Aculeate zeigen eine sehr eigenwillige Schlafhaltung: sie beißen sich mit den Mandibel an Pflanzenteilen fest und finden das anscheinend sehr bequem (Bild 6, die Biene Anthidium strigatum). Vor allem die blütenbesuchenden Hummeln leben gefährlich, denn häufig werden sie Opfer der gut getarnten Krabbenspinnen (Bild 7). Schlafende Tiere wie diese Feldwespe Polistes dominulus (Bild 8) lassen sich früh morgens auch gut für einen stimmungsvollen Scherenschnitt ins Bild setzen.

   
Sandbiene (Andrena) Philanthus coronatus
   

Anoplius viaticus

Töpferwespe (Eumenes)

   
Töpferwespe (Eumenes) Anthidium strigatum
   
Bombus lapidarius Polistes dominulus

© Joachim Wimmer