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Bertram Lütke

Teneriffa

Teneriffa = Pauschaltourismus. Ja, aber ... Teneriffa hat viel mehr zu bieten.

Wir haben die Insel im Mai besucht und natürlich waren auch wir als Badeurlauber dort. Wir hatten unser Hotel im südwestlich gelegenen Costa Adeje, etwas abseits der Touristenhochburgen Los Christianos oder Playa de las Americas. Aber dennoch touristisch mittendrin.

Nach einigen Strandtagen zog es uns mit dem Mietwagen nordwestlich ins Landesinnere, um die Insel ein wenig zu erkunden. Sehr schnell zeigte sich die Insel von einer ganz anderen Seite: fährt man etwa 1/2h mit dem Mietwagen ist man in einer ganz anderen Welt: der Welt der Vulkane. Und das Beste: man sieht keine Menschenseele mehr! Diese Welt ist uns zunächst fremd, allerdings sind wir von der fantastischen Landschaft stark beeindruckt. Zunächst haben wir uns im Bereich des Pico del Teide, mit 3.718m Spaniens höchster Berg, auf kurzen Wanderungen von der Landschaft beeindrucken lassen. "Rund um den Chinyero" heißt eine sehr schöne Wanderung um den so genannten Vulkan. Hier überwiegt schwarzes Lavagestein. Beim "Spaziergang zwischen den Vulkanen" kommen wir dem
 Pico Viejo nahe und sehen im Hintergrund den Pico del Teide. Hier herrschen Brauntöne beim Gestein vor. 
Wir fahren durch den Kiefernwald hoch zum Teide Nationalpark. Ab ca. 800m ü. N.N. bewegen wir uns über der Wolkengrenze und dementsprechend herrscht hier permanent Sonnenschein. Im Nationalpark sind wir von der Landschaft wieder  schlichtweg überwältigt. Ich habe sie als Mischung aus Mars, Mond und Grand Canyon bezeichnet. Riesig in der Ausdehnung und mit einem unglaublichen Farbspiel an Brauntönen, insbesondere in der abendlichen Sonne.
Hier kann man auch den bekannten Teide Natternkopf bestaunen. Ein Pflanze, die bis zu drei Meter hoch wird. Urig!
Offenbar wird dieses Gebiet auch gerne von Mode- und Werbefotografen genutzt. Einen Fotosession konnten wir dort beobachten. Aufgrund des guten Wetters und der sauberen Luft ist in der Nähe des Teide das "Observatorio del Teide" ansässig.

Der Kiefernwald bedeckt weite Teile des Gebietes. Die Nadeln sind gelb-grün gefärbt und heben sich im Abendlicht wunderbar vom blauen Himmel oder schwarzem Lavagestein ab. Sie scheinen regelrecht selbst zu leuchten.
Im nordwestlichen Teil, d. h. im Teno Gebirge unterhalb Buenavista del Norte,  erlebt man den landschaftlichen Gegensatz. Bekannt ist hier die "Masca Schlucht". Die schmale Straße dorthin windet sich durch wildromantische Berge herunter bis zu Küste. Einen Vergleich mit dem Stilfser Joch muss dieser Pass nicht scheuen.

Unterhalb des Teno Gebirges findet sich ein weiteres Wahrzeichen Teneriffas: Los Gigantes. Über 450m hohe Steilklippen fallen hier senkrecht ins Meer ab.
Bleibt noch zu erwähnen, dass aufgrund der Lage im Atlantik, vor Teneriffa ganzjährig Wale und Delphine beobachtet werden können. Eigentlich ein Muß für jeden Besucher. So auch für uns.
In den 11 Tagen haben wir nur einen Bruchteil von Teneriffa sehen können. Es gibt also noch so viel zu sehen, dass wir wohl wiederkommen müssen ...
(alle Bilder entstanden mit der Canon G10).

   
Vulkan Pico del Teide

Rund um den "Chinyero"

   

Spaziergang zwischen den Vulkanen

Teide Natternkopf

   

Masca Schlucht, Teno Gebirge

Los Gigantes

   

Kiefernwald über der Wolkengrenze

Nationalpark Teide

   

Pico Viejo und Pico del Teide

Los Roques (Teide NP)

© Bertram Lütke